Das „Webforum Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)” dient als Informationsplattform und soll Interessierten die Möglichkeit bieten, sich ein genaueres Bild der Lebensumstände von Schutzsuchenden in Aufnahmeeinrichtungen des Landes zu machen. Im Bereich Erfahrungs- und Medienberichte  werden Medienberichte sowie Erfahrungsberichte von Besucherinnen vor Ort zur Verfügung gestellt. Gerne können auch Sie uns Ihre Erfahrungsberichte zukommen lassen. Im Bereich Hintergrundinformationen finden Sie unter anderem die geltenden rechtlichen Bestimmungen und Standards zur Landesaufnahme in NRW. Darüber hinaus können Sie sich im Forum mit anderen Engagierten austauschen und vernetzen.

​Das Ermöglichen eines Einblicks in die Situation von Flüchtlingen in Aufnahmeeinrichtungen ist, insbesondere vor dem Hintergrund der immer länger werdenden Verweildauer, ein wichtiges Anliegen. In NRW entfernen sich die Landesaufnahmeeinrichtungen zunehmend von ihrem eigentlichen Zweck des ersten Ankommens nach der Flucht an einem sicheren Ort. Integration und gesellschaftliche Teilhabe werden durch Arbeitsverbote, fehlende Schulpflicht, den fehlenden Zugang zu Integrationskursen, der Residenzpflicht und unzureichender Gesundheitsversorgung systematisch verhindert. In NRW wurde die Verweildauer mit einem Ende 2018 in Kraft getretenen Gesetz zuletzt auf bis zu 24 Monate angehoben. Durch die verlängerte Verweildauer in den Einrichtungen wird die Entwicklung einer neuen Lebensperspektive blockiert. Auch der Zugang von Ehrenamtlerinnen in die Einrichtungen wird systematisch erschwert und zu einem bürokratischen Akt ausgeweitet.

Wir freuen uns über persönliche Erfahrungsberichte und einen regen Austausch, um auf diese Umstände aufmerksam zu machen und unter Umständen weitere Ehrenamtlerinnen für die Arbeit in Landesaufnahmeeinrichtungen zu mobilisieren!

Weiterführende Informationen erhalten Sie in der Rubrik Hintergrundinformationen und auf der Homepage des Flüchtlingsrates NRW

 

Das Projekt WFL.NRW wird gefördert durch die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und durch die Lippische Landeskirche.

Außerdem ist das Projekt eingebettet in die Kampagne #NichtMeineLager von Pro Asyl.